„Fotografie hilft zu sehen.“

| Jugendhilfezentrum Bad Köstritz

Auch in diesem Jahr unternahm die Foto AG des Jugendhilfezentrums Bad Köstritz wieder eine Ferienfahrt nach Berlin.

Am ersten Tag besuchten wir den Filmpark Babelsberg, setzten uns mit allem rund um Film und Fernsehen auseinander. So lernten wir beispielsweise wie Tiere trainiert und Stunts geprobt werden. Das neu errichtete Selfie-Museum bot allerhand Möglichkeiten in verschiedene Rollen zu schlüpfen oder einfach man selbst zu sein. Schwerpunkte waren hierbei der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdbild sowie die gezielte Wahrnehmung.

Am zweiten Tag besuchten wir den Lostplace Teufelsberg, setzten uns mit dem geschichtsträchtigen Ort und der Streetart-Kunst auseinander. Im Anschluss besuchten wir das Illuseum, sahen uns Illusionen an und probierten diese selbst aus. Zum Abschluss wurden wir durch den Lostplace Soeht7 - ein ehemaliges Frauengefängnis geführt, setzten uns auch mit diesem geschichtsträchtigen Ort auseinander sowie mit dem alltäglichen Leben Inhaftierter. Schwerpunkte waren an diesem Tag vor allem Wahrnehmung und Emotionen. Am letzten Tag besuchten wir das Dungeon und das Sealife. Im Dungeon wurde es gruselig und unser Justin wurde verurteilt als Ladykiller und Unruhestifter. Die Beobachtungen im Sealife führten zu vielen ruhigen Momenten und Entspannung. Nebenbei betrieben wir Sightseeing und für das leibliche Wohl war auch stets gesorgt. Täglich führten wir unsere abendliche Reflexionsrunde durch und am letzten Abend die Diashow mit allen entstandenen Aufnahmen.

Insgesamt arbeiteten die Mädchen schwerpunktmäßig eher an einer geringeren Differenz zwischen Selbst- und Fremdbild und die Jungs eher an fokussierter Wahrnehmung und Reflexion.

 

Julienne L.: „Mir hat der Besuch im Filmpark am besten gefallen. Da sieht man mal wie das eigentlich läuft und wie es am Ende im Fernsehen wirkt. Das ist ja auch viel Arbeit. Ich habe mich am zweiten Tag dann auch getraut mehr zu fotografieren.“

Laila K.: „Mir hat der Besuch im Filmpark auch gefallen, das Frauengefängnis fand ich aber noch viel interessanter. Ich habe so viel zum Gefängnisalltag und der Geschichte gelernt und konnte viele Fragen stellen. So eine Möglichkeit hat man sonst nie. Teilweise war es bedrückend und ich konnte es den Häftlingen nachempfinden. Beim Fotografieren werde ich immer besser.“

Joel K.: „Ich habe mich im Dungeon etwas gegruselt, aber es hat mir sehr gut gefallen. Den Tag im Filmpark werde ich nie vergessen. Das hat mir besonders gefallen. Die Action bei der Stuntshow hat mich beeindruckt und ich habe viele Videos aufgenommen. Ich war auch zum ersten Mal in einem 4D-Kino.“

Justin R.: „Mir hat alles sehr gut gefallen und ich bin dankbar dafür, dass ich das miterleben durfte. Ich habe in diesem Jahr schon mehr fotografiert als im letzten Jahr.“

 

Wir bedanken uns bei den zahlreichen Spendern, die uns diese fotopädagogische Ferienfahrt ermöglichten.

 

Jennifer Klopp

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